Rund um den Schildberg

 

Der Schildberg aus der Ferne

Orientierung:

 

Der Schildberg

 

Der im Nordwesten der Dahlener Heide 215 über NN liegende Schildberg und das ihn umgebende Waldareal prägt wesentlich die Landschaft der Gneisenaustadt Schildau mit ihren Ortsteilen.
Dieses Gebiet ist nicht nur Erholungsgebiet der hier ansässigen Einwohner, sondern wird wieder zunehmend als regional bedeutendes Erholungsgebiet genutzt.

Von Schildau aus liegt der Schildberg ca. 3 Kilometer in südwestlicher Richtung und von Kobershain aus ca. 2 Kilometer in südöstlicher Richtung entfernt.

Der Schildberg, in einem alten Siedlungsgebiet liegend (Hügelgräber) und in historisch zurückliegenden Etappen durch seine Lage strategisch nicht uninteressant, wurde niemals als Träger einer Burg ausgewählt. Wahrscheinlich sprach der Wassermangel auf dem Berg dagegen. Er war aber immer wieder Gegenstand von Überlegungen, die seiner gebietlich dominanten Stellung Rechnung trugen. Erstmals wird er in einer Urkunde 1349 erwähnt.

Das ganze Jahr wird der Schildberg als Ausflugsziel von Wandergruppen zu Fuß, mit dem Fahrrad oder hoch zu Ross genutzt. Ausgeschilderte Wanderwege führen durch herrliche Mischwälder zum Ziel. Auch Kremserfahrten zum Schildberg, z.B. im Anschluss an eine Stadtführung, sind möglich.

In den vergangenen Jahren wurde das Areal auf dem Schildberg neu gestaltet. Sitzgruppen, Schutzhütten und Lehrtafeln laden zur beschaulichen Rast oder einer Unterrichtsstunde im Grünen ein.

 

Weg zum Schildberg

Schutzhütte
Informationstafel

 

Selbst im Winter sind vielfältige sportliche Aktivitäten möglich: z.B. Langlauf auf Skiern oder Abfahrt auf der Rodelbahn.
Sein sportliches Potential wird deutlich, wenn man die vielfältigen Veranstaltungen Revue passieren lässt: Internationale Meisterschaften im Orientierungslauf, Radwandersternfahrten, Internationale Wandertage.

Überregionale Bedeutung erfährt der Schildberg durch die Aufnahme in verschiedene Wanderführer ortsansässiger und benachbarter Tourismusvereine. Mit der Beschilderung der Radwege im Muldentalkreis erfolgt eine Anbindung an die Leipzig-Elbe-Radwanderroute und über den Internationalen Elberadweg eine Anbindung an die Mulde-Elbe-Radwanderroute.

 

 

zum SeitenanfangSchildbergturm

 

SchildbergturmWegen fehlendem Trinkwasser wurde auf dem Schildberg nie eine Burgbefestigung o.ä. errichtet. Zu verschiedenen Zeiten befand sich auf ihm ein Holzturm als Wachturm, zuletzt bis 1914/15.

1936 wurde der heutige Schildbergturm aus Quarzporphyrsteinen, welche die Schildauer Steinbrüche lieferten, vom Baumeister Otto Schöche erbaut und im gleichen Jahr am 19. Juli eingeweiht.

Er ist 26 Meter hoch und 5,10 Meter im Durchmesser.
Heute dient der Turm, der weithin sichtbar über die Baumwipfel ragt, als Aussichts- und Feuerwachturm. Bei klarem Wetter hat man eine gute Sicht.

Im Nordosten liegt vor dem Betrachter Schildau mit dem Neumühlenteich, in der Ferne die Kreisstadt Torgau mit dem Schloss Hartenfels.
Im Südosten blickt man auf das große Waldgebiet der Dahlener Heide.
Im Norden entdeckt man die Dörfer Probsthain und Langenreichenbach und dahinter Audenhain und Mockrehna.
 

Blick vom SchildbergturmMit etwas Glück sieht man im Südwesten das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig und im Norden den Fernsehturm in Roitzsch.

Besteht der Wunsch einer Turmbesteigung, erfragen Sie die Möglichkeiten vorab bei der Stadtverwaltung bzw. dem Fremdenverkehrsamt.

 

 

zum SeitenanfangDer Napoleonstein

 

Napoleonstein
Etwa 100m südlich vom Schildbergturm befindet sich ein ansehnlicher Porphyrblock,
der Napoleonstein.

Der Sage nach soll Napoleon Bonaparte unter diesem Stein bei seiner fluchtartigen Rückkehr vom missglückten Russlandfeldzug 1812 heimlich übernachtet haben.

 

 

zum SeitenanfangWittes Steinbruch

 

Wittes Steinbruch, in dem Quarzporphyr gebrochen wurde, ist bis zu 10 m tief. In diesem Steinbruch ist der Schildauer Porphyr aufgeschlossen, ein Ergussgestein, das vor etwa 260 Mill. Jahren im
„Unter-Rotliegenden“ entstand.

Wittes Steinbruch
Der Nachweis derartiger vulkanischer Gesteine gelingt nur selten. Das Vorkommen im Steinbruch des Schildberges ist bisher das einzige, das im Mitteldeutschen Raum bekannt geworden ist. Wegen des hohen wissenschaftlichen Wertes wurde der Steinbruch unter Naturschutz gestellt.

Der Steinbruch wurde bis ca. 1935 genutzt. Heute dient er als Feuerlöschteich. Er ist mit Wasser gefüllt, das sehr langsam nachläuft, und verhältnismäßig tief. Das Baden ist verboten.

 

 

zum SeitenanfangHeßlers - Schlucht

 

Heßlers  - Schlucht

Diese Schlucht ist ein ehemaliger recht großer Steinbruch, welcher der Gutsbesitzerfamilie
Bernhard Heßler gehörte.

Aus diesem Steinbruch wurde ebenfalls Quarzporphyr für den Bau des Schildbergturmes gebrochen.

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Tourismus - Schildberg 

 

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